Bericht zur Bodensee Tour 2009 - 1. Etappe
Nordic Cross Skating Tour
19. - 21.06.2009
... auf skike von Reutlingen nach Wasserburg ...
Hallo zusammen,
am
Freitag, den 19.06.09 haben wir (Rainer und ich) unsere erste 2 Tages
Tour gestartet.
Von
Reutlingen nach Wasserburg (Bodensee) auf Radwegen ca. 170 Km in 2
Tagen (so, zumindest in der Theorie geplant).
Wir
haben uns vorgenommen am ersten Tag mindestens 60 - 80 Km zu
schaffen. Außerdem haben wir vereinbart,wenn es je nicht klappen
sollte – was soll's – der Versuch ist es wert und wir fahren mit
dem Zug oder wie auch immer weiter.
Der
Rucksack ist gepackt und mit wasserdichter Haube geschützt. Das
Gewicht beträgt ca. 8 Kg (Ersatzteile, Ersatzklamotten, Müsliriegel
und 2L Wasser).
Ich habe
mit Rucksack und Klamotten dann 100 Kg gewogen, dazu kommen die skike
und Stöcke. (Rainer ist einiges leichter unterwegs hat aber dasselbe
Zusatzgewicht getragen).
Warum
der Wetterverantwortliche es ausrechnet heute regnen lassen muss kann
ich nicht verstehen – aber was nützt das schon. Wir haben ein paar
mal telefoniert und dann beschlossen, dass die ganze Vorbereitung
jetzt nicht wegen dem Wetter den Bach runter gehen soll und sind dann
gegen 11 Uhr irgenwas gestartet.
Die
erste Etappe
Regenhose
und Regenjacke an und ab in Richtung Unterhausen, wo wir über die
Bergrennstrecke, den Kalkofen auf die schwäbische Alb wollten.
In
Unterhausen angekommen hat der Regen ziemlich nachgelassen und wir
haben die Regenklamotten im Rucksack verschwinden lassen.
Ab nun
ging es in kurzer Hose und T-Shirt weiter (das fühlte sich dann
schon viel besser an und wir haben auch nicht so geschwitzt).
So,
jetzt geht des den Kalkofen hoch ca. 230 Höhenmeter auf fast 4 Km.
Langsam in angenehmen Pulsbereich haben wir uns da hochgeschoben.
Oben an der Hütte ein Bild gemacht und weiter ging es zum
Lichtenstein.
Da haben
wir eine erste Pause gemacht – Wasser getrunken – Müsliriegel.
Lustig,
war dass viele Komparsen in Mittelalterlicher Kleidung da
rumgesprungen sind. Uns wurde dann erzählt, dass derzeit Dornröschen
mit Hannelore Elsner dort gedreht wird. Und wir mit Cross-Skates,
Helm und unserer (Schutzaus-) Rüstung zwischen drin.
Nun aber
weiter, wir haben erst 17 Km hinter uns. Nun geht wieder in Richtung
Traifelberg – zwischnedrin noch mal ein netter Anstieg – und über
Großengstingen - Meidelstetten – Steinhilben - Wilsingen nach
Kettenacker.
Alles
auf Radwegen oder Wirtschaftswegen haben wir nun ca. 44 km hinter uns
gebracht.
Im
Gasthaus Löwen wollten wir einen Stopp machen um Wasser nach
zufüllen.
Leider
hatte dieser geschlossen, wegen den eigenen Hochzeitsvorbereitungen
Trotzdem waren die jungen Wirtsleute so freundlich uns einen Sprudel
zu verkaufen und haben uns draußen Bierbänke zur Rast hingestellt
(sehr gastfreundlich – viel Dank dafür). Wir durften auch unsere
Wasservorräte auffüllen. http://www.zum-loewen.com/
Leider
hat es dann wieder angefangen stärker zu regnen und wir mussten
wieder unsere Regenklamotten anziehen.
Von
Kettenacker gingen es dann über Lusthof – Pistre –
Dürrenwaldstetten - Ohnhülben nach Geisingen. Zwischendurch hat
dann immer wieder die schwäbische Alb zugeschlagen (rauf –
runter), das geht ganz schön an die Kräfte.
In
Geisingen haben wir dann festgestellt, dass wir uns verfahren haben
(ein freundlicher Bauer hat uns den richtigen Weg gewiesen) und
durften wieder zurück. Das hat uns gefühlte 15 km gekostet –
waren aber tatsächlich nur ca. 5 km.
Weiter
ging es über Upflamör – Friedingen (wo wir auch noch mal kurz
falsch gefahren sind) nach Emerfeld.
Da hat
es uns dann noch einmal richtig erwischt. Tolle, einsame Wege –
wir durften da Strecken im Wald hinter uns bringen mit 16% Gefälle –
starker Regen. Das war dann nett. Die Bremsen erst nach geraumer Zeit
(wenn sie trocken gerieben waren) gezogen.
Habemus
Papa – dachte da Rainer als weißer Qualm am Hinterrad hoch stieg.
Bremsen kurz geöffnet – zisch – und sofort wieder auf die
Hinterräder gestanden. So ging es dann ganz gut. Die Bremsen sind
schon was, auch wenn es bei starkem Regen eine ganze Weile dauert bis
sie richtig gehen.
Das Gemeine ist, dass wir alles was runter ging dann sofort auch wieder
rauf durften. Immer wieder hoch und nieder. In Emerfeld angekommen
waren dann ziemlich kaputt. Zwei freundliche Damen haben uns dann
erklärt wo es den nächsten Gasthof mit Fremdenzimmern gibt. Es
waren „nur“ noch 10 km.
Wir
durften dann mal wieder runter fahren – da wurde es dann schon
ziemlich kalt – runter nach Warmtal (man sollte es ja nicht
glauben). Von dort dann über Langenensingen nach Andelfingen.
Am
Ortseingang hat uns auch gleich das Schild vom Gasthaus Schwanen
angesprungen – den wir schnur stracks heimgesucht haben.
Nach 9
Stunden auf den Geräten waren die ersten Schritte auf festem Boden
wieder mal ungewohnt.
Man hat
uns freundlicherweise den Heizraum zur Verfügung gestellt, wo wir
alle Klamotten und Schuhe zum trocknen aufhängen, abstellen oder
anlehnen durften.
Nach
einer kurzen Pause und einer warmen Dusche haben wir uns dann im
Restaurant getroffen. Jeder ein schwäbischer Zwiebelrostbraten und 2
Weizenbier – dann waren wir uns ziemlich einig zu Bett zu gehen.
Die
ersten 85 Km waren geschafft, wenn auch manchmal hart umkämpft und
ziemlich nass von oben. Insgesamt war aber die Temperatur für die
Tour doch ganz OK – bei 30° hätten das sicher mehr geschlaucht.
Ach:
hier noch der link zum Gasthof: http://www.schwanen-andelfingen.de/
bevor ich einschlafe. Gute Nacht !
Ende
der ersten Etappe
Tourenkarte

Höhenprofil

485
Meter (Höhe von 345 bis 830 Meter)
Gesamtanstieg: 1.260 Meter,
Gesamtabstieg: 1.050 Meter
Bericht zur 2. Etappe
HAGI